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Tipps für den Notfall

Kennen Sie Heimtier CPR?

In den seltenen Fällen, in denen bei Ihrem Haustier die Atmung aussetzt oder kein Herzschlag/Puls messbar sein sollte, wird es erforderlich sein CPR anzuwenden. Bitte kontaktieren Sie zuvor die mobile Tierarztpraxis Doctor (*, siehe unteres Seitenende) Specht folgen Sie ggf. den Instruktionen. Die folgenden Tipps sind allgemein gültig und können ein Tierleben retten. Wir können jedoch keine Haftung dafür übernehmen.

Versichern Sie sich, dass Ihr Hausstier regungslos und bewusstlos ist. Sie und Ihr Haustier könnten ernsthafte Schädigungen bei der Anwendung von CPR davontragen, falls Ihr Tier nur tief schläft und plötzlich erwachen sollte.

Was bedeutet CPR?

Unter einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) oder im Englischen Cardiopulmonary Resuscitation (CPR), vereinfacht auch oft Wiederbelebung oder Reanimation genannt, versteht man das Durchführen von Maßnahmen, die einen Atem- und Kreislaufstillstand beenden sollen. Dabei lassen sich Basismaßnahmen, die im Rahmen der lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, von erweiterten Maßnahmen unterscheiden. Gelegentlich bezieht sich der Begriff auch nur auf die Basismaßnahmen.

Basismaßnahmen, die sowohl von Laien als auch von professionellen Helfern durchgeführt werden müssen, umfassen das Erkennen des Kreislaufstillstandes, Absetzen eines Notrufes, Freimachen der Atemwege, Beatmung des Patienten und die Durchführung einer Herzdruckmassage sowie das Anwenden eines automatisierten externen Defibrillators (AED). Das Ziel dieser Maßnahmen ist die Versorgung lebenswichtiger Organe mit Sauerstoff.

Fall: Bewusstloses Heimtier ohne Atmung

  • Initieren Sie die Mund-zu-Nase-Beatmung.
  • Strecken Sie Kopf und Hals des Tieres und ziehen Sie die Zunge nach vorne.
  • Untersuchen Sie den Rachenraum auf Fremdkörper und exzessivem Speichelfluß, falls dieser vorhanden sein sollte, entfernen Sie ihn vorsichtig.
  • Überprüfen Sie nochmals die Kopf- und Halsstreckung des Tieres und beobachten Sie den Atemverlauf des Tieres. Falls Sie keine Atmung in einem Zeitraum von 5-7 Sekunden wahrnehmen können, beginnen Sie mit der Notfall-Beatmung.
  • Bedecken Sie die Nase des Tieres mit Ihrem Mund und atmen Sie mit Nachdruck in die Lunge des Tieres. Es ist möglich, dass Sie die Enden des Mauls des Tieres geschlossen halten müssen, so dass keine Luft durch den Mund ausströmen kann. Sobald die Lungen befüllt sind, wird die Luft entweichen, wenn Sie die Beatmung stoppen.
  • Beatmen Sie etwa 3-5 Atemstöße in die Nasenflügel und beobachten Sie die Bewegung des Brustkorbs.
  • Unterbrechen Sie den Vorgang für einige Sekunden, um den Puls und die Atmung zu kontrollieren. Falls Sie zu zweit sein sollten, können Sie diese Aktivitäten untereinander koordinieren. Falls Sie alleine sein sollten, geben Sie 2 Atemstöße nach jeder 12. Kompression.
  • Falls keine Atmung einsetzt, fahren Sie mit der Beatmung fort, etwa 20-25 mal pro Minute für kleinere Hunde und Katzen und etwa 15-20 mal pro Minute für mittlere bis große Hunde.
  • Beobachten Sie die Bewegung des Brustkorbs bei der Beatmung und nach einigen Atemstößen drücken Sie den Bauch leicht nach unten, so dass keine Luft in den Magen strömen kann. Falls Luft in den Magen strömt, wird es Ihre Maßnahmen erschweren.
  • Überprüfen Sie den Herzschlag und den Puls. Falls er nicht vorhanden sein sollte, fahren Sie wie unten beschrieben fort.

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Fall: Kein Herzschlag, kein Puls

  • Positionieren Sie einen großen Hund in die Seitenlage, bei kleineren Hunden und Katzen schließen Sie die Hände um den Brustkorb.
  • Legen Sie beide Hände auf die höchste Stelle der Brust (für Tiere über 30 Pfund) oder auf eine Seite des Brustkorbs bei kleinen Tieren oder Tieren unter 30 Pfund.
  • Beginnen Sie mit einer stabilen, nach innen gerichteteten, Kompression bei einer Rate von 80-100 Kompressionen per Minute für größere Hunde oder 100 -150 Kompressionen per Minute für kleine Haustiere.
  • Geben Sie Ihrem Tier 12 Kompressionen bevor Sie 2 Atemzüge (s.o.) verabreichen. Falls Sie alleine sein sollten wiederholen Sie den Zyklus.
  • Geben Sie durchgehend Brustkompressionen, falls eine zweite Person die Atmung verabreichen kann.
  • Unterbrechen Sie die Brustkompression, falls das Tier wieder atmet oder das Herz wieder schlägt.
  • Das Tier sollte nun umgehend zum nächsten Veterinär gebracht werden.

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Genehmigung zur Führung eines ausländischen akademischen Grades

(*) Doctor en Medicina Veterinaria (Tiermediziner) Oriol Specht (Instituto Superior de Ciencias Agropecurias de Bayamo)

Ein Schreiben über die Führung eines ausländischen akademischen Grades finden Sie hier.

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