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Häufige Beschwerden und Erkrankungen

Auch im Dentalbereich können oft mehrere Faktoren im Zusammenspiel die Ursache für Beschwerden und Erkrankungen sein. Während Zahnstein häufig mit dem Auge zu erkennen ist, sind Schädigungen an einzelnen Zähnen oder des Kieferapparats häufig nicht sofort zu erkennen. Sie liegen beispielsweise unter dem Zahnfleisch, tief in der Zahnsubstanz und feinen Nervenbahnen. Oder sie treten als Entzündungen im Wurzel- oder Rachenbereich auf.

Plaque und Zahnstein

Beläge an den Zähnen Ihres Tieres können gut sichtbar auftreten aber auch kaum wahrnehmbar sein. Die Ursache für Zahnstein ist mineralisierter Plaque. Plaque sorgt für Entzündungen am Zahnfleisch, die lästig bis sehr schmerzhaft sein können. Während man Plaque relativ einfach entfernen kann (beim Menschen in der Regel durch das tägliche Zähneputzen), gilt dies für den Zahnstein nicht.  Er ist deutlich hartnäckiger und sollte professionell beseitigt werden.

Parodontitis

Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnfleischs. Der Kieferknochen, in dem der betroffene Zahn eingebettet ist, wird abgebaut. Dies macht die Paradontitis zu einer besonders gefährlichen Erkrankung. Denn nicht nur das Zahnfleisch selbst ist betroffen. Paradontitis ist eine Erkrankung, die sich kaum wahrnehmbar nicht nur um die Zähne und im Maul ausbreitet, sondern auch Auswirkungen auf innere Organe wie Herz und Leber oder die Gelenke haben kann. Daher gehört der Paradontitis-Check zur Kontrolluntersuchung unbedingt dazu. Ein wichtiger Indikator für Parodontitis kann unangenehmer Geruch aus dem Maul Ihres Tieres sein. In diesen Fällen sollten Sie uns kontaktieren und nachsehen lassen.

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Tumore in der Maulhöhle des Hundes

Nicht nur Zähne, Zahnfleisch oder Kiefer können Krankheiten bergen. Vor allem bei Hunden treten häufig auch Tumore in der Maulhöhle auf. Sie können gutartig oder auch bösartig sein. Meist handelt es sich um eine fibromatöse Epulis, eine gutartige Wucherung des Zahnfleischs. Je größer sie werden, desto größer auch das Gesundheitsrisiko. Denn mit ihren tiefen Taschen sind die Wucherungen u.a. der ideale Nährboden  für Bakterien, die nicht nur den gesamten Maulbereich schädigen können, sondern auch innere Organe.

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FORL – die Zahnerkrankung der Katzen

Die Feline Odontoklastische Resorptive Läsion tritt leider bei sehr vielen Katzen auf, unabhängig vom Alter. Bei dieser Erkrankung lösen sich die Zähne auf, es kommt zu Löchern, besonders an der Wurzel und am Zahnhals. Zahnfleisch wächst über diese Löcher, die Substanz des Zahns wird immer feiner, bis er am Ende abbricht. Die verbleibende Wurzel verbleibt im Zahnfleisch, sorgt für Schmerzen und Unwohlsein. Erkrankte Tiere kauen daher nur mit der Seite des Mauls, die nicht betroffen ist. An FORL erkrankte Zähne müssen entfernt werden.

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Foetor ex ore – Mundgeruch

Foetor ex ore ist die medizinische Bezeichnung für Mundgeruch. Mundgeruch entsteht durch flüchtige Schwefelverbindungen (volatile sulphur compounds), die sich unter die exspirierte Atemluft mengen. Dazu zählen unter anderem Schwefelwasserstoffe (z.B. H2S), Methylmercaptane und Hydrogensulfide. Auch Amine, Aromaten, Alkohole und kurzkettige Carbonsäuren tragen zum unerwünschten Geruch bei. Diese Stoffe entstehen z.B. durch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsmittelresten oder totem Gewebsmaterial.

Ursachen
Als Auslöser von Mundgeruch kommen lokale oder systemische Ursachen in Betracht. In 80-90% der Fälle liegen lokale Ursachen vor - entweder in der Mundhöhle oder im Nasenrachenraum.
 
Lokale Ursachen für Mundgeruch sind:

  • Mangelnde Zahnhygiene (Plaque)
  • Schlechter Zahnstatus (Karies, Wurzelreste)
  • Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder des Zahnfleischs (Stomatitis, Gingivitis, ANUG, Gingivostomatitis herpetica)
  • Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis, parodontale Taschen)
  • Andere Infektionen der Mundhöhle (z.B. Soor)
  • Infektionen im Nasen-Rachenraum (Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis, Rhinitis, Mononucleosis infectiosa, Diphterie)
  • Essensrückstände oder Fremdkörper im Oropharynx
  • Maligne Tumoren
  • Tonsillensteine

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Untersuchungsintervalle für Ihr Tier

In akuten Fällen sind wir natürlich immer für Sie und Ihr Tier da. Gleichzeitig empfehlen wir, dass wir Tiere im Welpenalter mindestens ein Mal im Monat untersuchen, um das Wachstum zu kontrollieren und mögliche Fehlstellungen oder Krankheitsbilder sehr früh erkennen zu können.

Erwachsene Tiere, egal ob Hund, Katze oder Kaninchen, möchten wir idealerweise alle 6 Monate, mindestens jedoch ein Mal pro Jahr auch im Bereich Gebiss und Maul untersuchen. Für unsere älteren Patienten empfehlen wir häufigere Untersuchungen, um ihnen eine möglichst hohe Beschwerdefreiheit auch im höheren Alter gewährleisten zu können.

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Worauf Sie achten sollten

Sie kennen Ihr Tier am besten. Auch Beschwerden oder Erkrankungen um dentalen Bereich können erkannt werden. Kontaktieren Sie uns, wenn Ihr Tier ein oder mehrere Anzeichen aufweist, die wir hier aufgelistet haben. Sie können Indikatoren für teilweise gravierende Erkrankungen am Gebiss oder im Maul sein. Bitte besuchen sie uns in diesen Fällen mit Ihrem Liebling, damit wir so entweder eine Erkrankung ausschließen oder rechtzeitig erkennen können.

  • verändertes Fressverhalten (anderes Kauen, festes Futter oder bestimmte Futteranteile werden gemieden)
  • sichtbare Beläge/Verfärbungen an den Zähnen
  • starker und dauerhafter Geruch aus dem Maul
  • gerötetes oder verletztes Zahnfleisch
  • Zahnschädigungen (abgebrochener Zahn, Absplitterungen)
  • Ihr Tier zieht sich zurück, ist lieber allein
  • Ihr Tier reagiert sehr empfindlich bei Berührung des Mauls oder der Zähne
  • Ihr Tier reagiert schau, wenn Sie sich mit der Hand dem Schnauzen- oder Maulbereich nähern

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Logo Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde
Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde

Doctor (*, siehe unteres Seitenende) Specht ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tierzahnaerzte.de.

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Genehmigung zur Führung eines ausländischen akademischen Grades

(*) Doctor en Medicina Veterinaria (Tiermediziner) Oriol Specht (Instituto Superior de Ciencias Agropecurias de Bayamo)

Ein Schreiben über die Führung eines ausländischen akademischen Grades finden Sie hier.

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